Bild: Hoffnungsträger Stiftung/hoffnungstraeger.de

Scheinbar Hoffnungslosen Hoffnung zu schenken und ihnen zu helfen, Hoffnungsträger zu werden, ist das Motto der Hoffnungsträger Stiftung. Unsere Schwerpunkte sind die Unterstützung für Projekte mit Straffälligen im In- und Ausland, in der Versöhnungsarbeit und der Hilfe für Kinder von Gefangenen in Indien, Sambia, Kambodscha und Kolumbien.

Flüchtlinge und Einheimische wohnen unter einem Dach, erleben Gemeinschaft und helfen sich gegenseitig.

Verantwortung für Flüchtlinge

Nach einem Telefonat mit einer Freundin aus Syrien wurde mir die Lage von Flüchtlingen bei uns bewusst. So kam ein weiterer Schwerpunkt hinzu. Politisch können auch Christen unterschiedlicher Meinung sein, wer nach Deutschland kommen und wer bleiben darf. Aber für die Zeit, in denen sie hier sind, haben wir Verantwortung für sie. So ist die Idee für das erste Hoffnungshaus in Leonberg entstanden: Flüchtlinge und Einheimische wohnen unter einem Dach, erleben Gemeinschaft und helfen sich gegenseitig. Auf diese Weise kann Integration gelingen. Um das Konzept für integratives Wohnen multiplizierbar zu machen, haben wir ein Hausmodell entwickelt, das sehr schnell und kostengünstig in Holzmodulbauweise aufgebaut werden kann. Inzwischen sind sechs Hoffnungshäuser in Bad Liebenzell und Esslingen entstanden. In Schwäbisch Gmünd und Sinsheim werden weitere fünf gebaut.

Wir hoffen, dass das Konzept Schule macht und mehr integrativer Wohnraum entsteht. Wäre es nicht ideal, wenn neben jeder Gemeinde günstiger Wohnraum entsteht, in dem Gemeindemitglieder und Flüchtlinge oder andere Menschen, die unsere Unterstützung brauchen können, wohnen können?

Den Glauben im Alltag vorleben

In den Hoffnungshäusern leben Deutsche und Flüchtlinge, Christen und Moslems oder Andersgläubige zusammen. Und genau das ist das Wertvolle, dass wir den Glauben im Alltag vorleben können, ohne es irgendjemandem aufzudrängen. Wir sollten als Christen immer überlegen: Wie kann ich als Einzelner, wie können wir als Gemeinde, wir als Christen insgesamt Gottes Liebe weitergeben und die Welt verändern? Wie können wir dazu beitragen, dass Gottes Liebe sichtbar und erlebbar wird?


Tobias Merckle ist Stiftungsratsvorsitzender der Hoffnungsträger Stiftung. Als Gründer und Leiter des Seehauses in Leonberg arbeitet er mit straffälligen Jugendlichen.

Dieser Text stammt aus dem Magazin „Kirchenwahl 2019 – Was uns bewegt“. Kostenlose Bestell- und Downloadmöglichkeit finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

#wirliebengemeinde

Bild: skynesher/E+/www.gettyimages.de

Was uns bewegt

Damit Sie Ihre Wahl bewusst treffen können, möchten wir Ihnen vorstellen, welche Herzensanliegen uns motivieren. Welche Gesichter und Geschichten hinter unserer Bewegung stehen. Wir laden Sie ein: Kommen Sie mit Ihren Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort ins Gespräch. Unterstützen Sie unsere Ziele. Und wer weiß: Vielleicht haben Sie ja selbst Lust, ein Teil unserer Bewegung zu werden?

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