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Bild: skynesher/E+/www.gettyimages.de

Nachgefragt: Unsere Vision von Kirche

Wir haben zwei Frauen und zwei Männer in unterschiedlichen Lebensbezügen gefragt, was sie sich von der Kirche erhoffen, welche Vorstellung und Vision sie von Gemeinde und Kirche haben. Lesen Sie selbst:

Meine Hoffnung ist, dass sich unsere Kirche nicht scheut, weiterhin ein klares Profil zu zeigen, nicht immer mit dem Mainstream schwimmt und sich von anderen keine Werte und Vorstellungen diktieren lässt.

Natürlich dürfen und sollen wir als Christen die Gesellschaft prägen, aber wer prägt uns? Ich finde es wichtig, dass wir auch in Zukunft die Bibel als Grundlage und Wegweiser ernst nehmen. Denn auch meine Kinder sollen Heimat in unserer Kirche finden können.

Wir dürfen neue Wege gehen und uns auch fragen, ob wir an Altem festhalten wollen. Dabei finde ich den Dialog der Generationen unglaublich wertvoll und die Frage: „Was ist uns/mir wichtig?“ zentral. Dennoch sollte unser Fundament klar und stabil sein.

Und mit der Frage „Was würde Jesus in dieser Situation tun?“ kommen wir ganz sicher weiter und können so die Zukunft der Kirche gestalten.

Jasmin Blocher, Jg. 1985, Marschalkenzimmern (Dornhan), verheiratet, 3 Kinder, ist Jugendreferentin in Elternzeit und kandidiert für die Landessynode im Bezirk Freudenstadt/Sulz am Neckar.


Meine Vision von Kirche: Kirche ist vielfältig und selbstständig in ihren Gottesdienst- und Gemeindeformen, in denen Teil-NEHMER nicht nur einen passiven Teil darstellen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten zur Teil-HABE, unter anderem durch digitale Angebote (#digitalekirche).

Kirche ist ein Ort, an dem die Bibel im Mittelpunkt steht und Glaube miteinander vertieft wird. Es wird authentisch und begeistert miteinander gerungen und intensiv gefeiert.

Glauben, Leben, Feiern – das gehört untrennbar zusammen.

Ich wünsche mir, dass Kirche in der Gesellschaft präsent ist, wenn es um ethische Fragestellungen, religiöse Bildung und interreligiösen Dialog geht. Kirche schafft es, den Menschen die Relevanz des Gottesglaubens für ihr persönliches Leben in jeder Lebensphase darzustellen und bewusst zu machen.

Dann kann es doch gar nicht anders sein, als dass wir IN und AUSSERHALB der Kirchen das Evangelium in Wort und Tat verkünden, oder?

Prisca Steeb, Jg. 1993, Tübingen, ist Gymnasiallehrerin für die Fächer Chemie und Ev. Religion und kandidiert für die Landessynode im Bezirk Tübingen.


»Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt« – dieses schöne Bild für unsere Kirche hat nicht nur eine romantische Seite. Manchmal herrscht auch eine Stimmung, die an die Titanic kurz vor ihrem Untergang erinnert.

Meine Vision von Kirche ist eine hoffnungsvolle und zuversichtliche. Eine Kirche, die Bock auf Veränderung hat und den »Eisbergen« gekonnte Manöver entgegensetzt.

Alles »über Bord« zu werfen, ist keine Lösung und verursacht höchstens »Schlagseite«. Bewährtes bleibt bewahrenswert. Aber genauso braucht es Mut, Neues zu wagen, den sicheren »Heimathafen« zu verlassen und im Schlepptau Jesu Christi »Neuland zu entdecken.

Ich wünsche mir eine Kirche, die nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen ist und Gott in ihrer Vielseitigkeit lobt – vielseitig in Gemeinde- und Gottesdienstformen, in unterschiedlichen Kontexten mit Menschen aus allen Altersgruppen und Gesellschaftsschichten.

Ich wünsche mir eine Kirche, die Spannungen aushalten kann und um Einheit ringt.

Christian Nathan, Jg. 1993, Backnang, studiert evangelische Theologie und Medienwissenschaften in Tübingen und kandidiert für die Landessynode im Bezirk Waiblingen/Backnang.


Ich wünsche mir eine Kirche, die attraktiv für Jung und Alt ist. Ich habe Lust, mich einzubringen, wo es um Zukunft von Kirche geht. Ich möchte eine Stimme für Jugendliche und Familien sein.

Meine Vision von Kirche ist, dass sie leidenschaftlich von der besten Botschaft der Welt erzählt und Menschen Jesus näherbringen will. Mein Herz schlägt genau dafür.

Wir brauchen eine Kirche, die mutig ist und nicht aus Angst heraus entscheidet. Die Musik im Gottesdienst soll ansprechend sein für Jung und Alt. Ich meine, dass ein Mix daraus möglich ist.

Deshalb möchte ich jetzt Kirche mitgestalten und nicht warten, bis sich etwas von allein ändert.

Christoph »Bolle« Reith, Jg. 1983, verheiratet mit Hanne, drei Söhne (Paul, Ben, Carl), ist Jugendreferent in Winterbach und kandiert für die Landessynode im Bezirk Schorndorf/Schwäbisch Gmünd

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