Inklusion – Gemeinde auf Augenhöhe: Die Barrieren in unseren Köpfen abbauen

Haben Sie schon mal Genickstarre gehabt? Ich bekomme das immer mal wieder, wenn ich mit Menschen rede. Als Rollstuhlfahrer muss ich oft zu meinem Gesprächspartner weit hinaufschauen, wenn dieser sich nicht hinsetzt.

Hindernisse ausräumen

In unseren Gemeinden wollen wir Menschen mit Einschränkungen und Andersartigkeiten auf Augenhöhe begegnen. Jeder Mensch hat das Recht, Teil einer Gemeinde zu sein. Darum wollen und müssen wir in unseren Kirchen, Gemeinden und Gemeinschaften alles dafür tun, dass Barrieren abgebaut werden. Das bedeutet nicht nur, dass in unseren Häusern keine Hindernisse mehr den Weg versperren, sondern auch, dass die Barrieren in unseren Köpfen immer mehr abgebaut werden.

Bedingungslos lieben

Jeder Mensch ist – auch nach dem Sündenfall – nach dem Ebenbild Gottes geschaffen. Deshalb wollen wir zuallererst den Menschen, so wie er ist, bedingungslos lieben und annehmen und dazu beitragen, dass er ohne irgendwelche Barrieren am gemeindlichen Leben teilhaben kann. Es ist uns wichtig, dass Gemeinden nicht nur von Inklusion reden, sondern sie ganz praktisch leben. Deshalb sorgt die Lebendige Gemeinde dafür, dass Gemeinden die Unterstützung bekommen, die sie zur Umsetzung von Inklusion und Teilhabe brauchen. Dazu gehören Beratung und finanzielle Hilfe.

Jesus hat in allen seinen Begegnungen Inklusion gelebt. Er hat keinen wegen seiner Herkunft oder körperlichen Einschränkung abgewiesen. Darum ist es auch unsere Aufgabe, in seinen Fußstapfen das zu tun und zu leben, was er uns vorgelebt hat.

Es ist uns wichtig, dass Gemeinden nicht nur von Inklusion reden, sondern sie ganz praktisch leben.

Martin Wurster aus Schömberg ist Kirchenpfleger. Er war zuvor 14 Jahre Missionar in Taiwan, wo er einen schweren Verkehrsunfall erlitt. Er gehört seit 2013 zur Landessynode.

Dieser Text stammt aus dem Magazin „Wir lieben Gemeinde“. PDF-Download und Bestellmöglichkeit: siehe unten.

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Bild: skynesher/E+/www.gettyimages.de

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